Schon mal vom neuen Trend des Fart Walks gehört? Fart ist englisch und bedeutet Furz. Die Idee hinter dem Trend ist: Spazieren gehen und den Bauch entlüften. Das nennt man jetzt Fart Walk. Der Name klingt irgendwie albern, die Idee hinter einem Mittagsspaziergang ist aber weder revolutionär, noch eine Neuheit.

Fart Walks – tatsächlich sinnvoll

Offensichtlich braucht unsere Gesellschaft immer irgendeinen Trend oder ein Label, eine bahnbrechende Neuheit. Dabei sind Spaziergänge nach dem Essen absolut nicht neu und tatsächlich erwiesenermaßen sinnvoll.

Sie helfen den Blutzucker zu senken, wirken dem Völlegefühl entgegen und helfen dem Körper bei der Verdauung. Der Begriff „Fart Walk“ wurde durch die kanadische Kochbuchautorin Mairlyn Smith auf Social Media populär. Wer bei Fart Walks an ein Workout denkt, der täuscht sich.

Es ist tatsächlich nur der gute alte Mittagsspaziergang. Dies hat man nun mit der Hoffnung verbunden unterwegs ohne großes Aufsehen ein paar Darmwinde loszuwerden.

Das Ganze erinnert mich ein bisschen daran, wie man vor kurzem in Amerika auf den Trichter gekommen ist den deutschen „Trend“ des „Lüftens“ – oder wie die Ami’s teilweise sagen, des House Burpings (kein Witz!) auszuprobieren. Altes neu verpackt und mit ein paar wilden Mehrwerten gespickt – fertig ist ein neuer Trend.

Was bringen Fart Walks wirklich?

Fart Walks Trend

Nur für das Protokoll und nein, ich denke nicht, dass ich es einem von euch sagen muss, aber dennoch der Hinweis: Ein Fart Walk heilt keine Verdauungsprobleme, macht nicht automatisch schlank und ersetzt weder Training noch eine ausgewogene Ernährung.

Was die Fart Walks können – ja – da ist durchaus auch was gutes: Wenn auch zugegebenermaßen ziemlich offensichtliches..

Bewegung nach dem Essen kann den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit abmildern. Das wurde in Studien vor allem für moderates Gehen untersucht. Dabei scheint es sinnvoller zu sein, sich nach dem Essen zu bewegen, statt direkt wieder lange zu sitzen.

Auch in Sachen Völlegefühl, Blähungen oder Aufstoßen kann ein lockerer Spaziergang manchen Menschen helfen. Es gibt Hinweise darauf, dass kurze Spaziergänge nach Mahlzeiten Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen und überschüssige Gase verringern können.

Hier ein dickes ABER, denn das ist kein Garant: Was bei einer Person funktioniert, kann bei der nächsten eher Sodbrennen oder Bauchgrummeln auslösen.

Nicht nur gehen – diese Haltung zählt

Also wenn man sich da so reinliest, dann hört man schnell, dass es nicht nur darum geht nach dem Essen eine Runde zu spazieren. In Bezug auf Fart Walking ist immer wieder die Rede von einer speziellen Körperhaltung.

Diese soll dafür sorgen, dass sich die Gase möglichst leicht auf den Weg aus dem Körper machen können.

Also: Fart Walks – überbewertet oder gut?

Kurzum – mach was Dir gut tut und fühl Dich bloß nicht gezwungen nach jeder Mahlzeit um den Block zu marschieren, nur weil TikTok und co. das jetzt gerade feiern.

Wenn du nach dem Mittagessen ohnehin müde wirst oder nach dem Abendessen regelmäßig das Gefühl hast, einen Medizinball verschluckt zu haben, ist ein kleiner Spaziergang einen Versuch wert.

Eskalieren brauchst Du dabei nicht, 10 bis 20 Minuten locker gehen reichen als unkomplizierter Start völlig aus. In Studien wurden unterschiedliche Zeitpunkte und Zeitspannen untersucht, darunter auch Bewegung direkt nach dem Essen sowie Spaziergänge innerhalb der ersten 30 bis 45 Minuten danach.

Entscheidend war: locker bleiben. Es geht nicht darum, mit vollem Bauch einen Intervalllauf zu absolvieren. Ein Tempo, bei dem du dich noch normal unterhalten kannst, reicht völlig aus.

Der Vorteil: Es ist einfach

Ein Fart Walk ist im Grunde nur Bewegung, verpackt in einen Namen, den man nicht so schnell vergisst. Und genau deshalb ist der Trend vielleicht gar nicht so dumm: Er macht aus etwas Alltäglichem eine kleine Routine bzw. einen neuen Trend.

Statt nach dem Essen direkt aufs Sofa zu fallen, einmal kurz raus. Mit dem Hund, mit dem Partner oder einfach allein. Frische Luft gibt’s gratis dazu. Ob dabei tatsächlich ein Furz entweicht, ist dann eher ein „Bonus“ als das Trainingsziel.

Als ich zum ersten Mal von den Fart Walks gehört habe, war mein Gedanke: Warum mit dem Furzen warten? Das macht doch nur Bauchschmerzen! Ich persönlich muss nicht extra eine Runde gehen, damit mein Körper auf die Idee kommt durchzulüften.

Kurz gesagt: Geh nach dem Essen eine Runde

Für den Blutzucker, den Bauch und vielleicht auch für den Frieden auf dem Sofa ;-). Außerdem hilft Dir eine Routine wie diese jeden Tag ordentlich Schritte reinzubekommen.

Ich gehe jeden Tag morgens mit dem Hund eine Runde „Rucking“ machen im Wald. Das bringt mir schon früh am Tag die ersten 6-7.000 Schritte. Anderes Label – dieselben Mehrwerte.

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Schwice Boss

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