Ich habe über zehn Jahre probiert, gemacht, gehofft und mir unzählige Dinge vorgenommen. Unterm Strich wusste ich immer: Abs are made in the kitchen. Habe ich ignoriert, war mir zu unangenehm. Ich wollte einfach auf bestimmte Dinge nicht verzichten.

Vielleicht kennst du das auch: Du nimmst dir wieder vor, diesmal durchzuziehen. Du startest motiviert, kaufst besser ein, machst Sport oder trackst Kalorien. Dann kommt ein beschissener Tag, ein Essen zu viel, ein Abend mit Alkohol oder einfach ein Tag mit null Bock Laune. Und plötzlich denkst du: Jetzt ist es eh egal.

Genau dieses „Jetzt ist es eh egal“ hat mich über Jahre immer wieder ausgebremst.

Tja, jetzt, zehn Jahre später, muss ich offen eingestehen: Ich habe ziemlich viel Zeit vergeudet. All die Stunden mit Sport, Schwitzen, Reinhängen und Durchziehen habe ich höchstpersönlich durch meine inkonsequente Ernährung ausradiert.

Jap, meine Ernährung hat einfach alles gnadenlos sabotiert und verhindert, dass sich das Training für mich auszahlt.

Abnehmen jetzt schneller scheitern mehr Erfolg

Viel Sport doch desaströse Ernährung = trotzdem Wampe.

Heute weiß ich: „Abnehmen“ war für mich möglich, und zwar ohne OP, Abnehmspritze oder Wunderpille. Der Schlüssel lag meiner Ansicht nach darin, einfach schneller zu scheitern und dann gleichzeitig ebenso schnell wieder anzufangen und durchzuziehen.

Ich meine nicht, dass über Nacht alles anders sein muss. Manche Dinge brauche einfach etwas Zeit, das ist natürlich klar. Ich meine: nicht wieder bis Montag warten, nicht auf den perfekten Zeitpunkt hoffen und nicht nach einem Fehler erst einmal alles hinschmeißen. Die Veränderung beginnt mit der nächsten Entscheidung, nicht mit dem nächsten Monatsanfang.

Wichtig: schneller scheitern

Abnehmen jetzt und notfalls einfach schneller scheitern

Manches bleibt verlockend, das ist einfach so. Wenn du mal nachgibst, ist das nicht das Ende. Nur solltest du es nicht zum Startschuss (d)einer Ausnahmen-Rallye machen.

Ja, ich weiß, klingt reißerisch. Allerdings ist das tatsächlich wahr, zumindest in meinem Fall. Anstatt etwas anzufangen, nachzulassen, immer weniger stark dranzubleiben und schließlich ganz aufzuhören, um dann erst Monate später wieder von vorne zu beginnen, habe ich persönlich gelernt: schneller scheitern, durchatmen und sofort wieder anfangen ist tatsächlich ziemlich effizient.

Schneller scheitern bedeutet nicht, absichtlich Fehler zu machen.

Es bedeutet: Ein Ausrutscher darf nicht wieder Wochen oder Monate kaputtmachen. Pizza gegessen, Training verpasst, zu viel getrunken oder Kalorien nicht getrackt? Dann ist das keine Begründung, jetzt alles hinzuschmeißen. Es war ein Moment. Nicht mehr und nicht weniger.

Abnehmen jetzt: Das war mein Motto

Dicker Alex

Eben diese Wampe war der Auslöser meiner Abnehmreise und Transformation.

Im Oktober 2025 hatte ich die Schnauze voll. Wieder sah ich meine Wampe im Vorbeigehen im Spiegel, wieder zuckte ich und stellte fest: Ich hasse dieses Gefühl. Ich verabscheue das Spannen am Bauch vom Hoodie und ich will meinen Bauch nicht einziehen müssen.

Doch Abnehmen, so heißt es, erfordert Geduld. Es braucht Zeit etc. pp. Ich habe keine Zeit, keine Geduld und ich wollte vor allem nicht mehr länger warten. Daher lautete mein Motto seither: „Abnehmen jetzt“.

Doch ein Motto ohne Strategie ist wertlos, und so entstand meine Strategie in dieser Zeit. Anstatt Monats- oder Wochenziele zu definieren, konzentrierte ich mich auf jeden einzelnen Tag.

Abnehmen: Jeden Tag wieder probieren

  • Ich fragte mich jeden Tag: Was kann ich meiden?
  • Ich probierte immer wieder neue Routinen aus.
  • Snack-Alternativen oder neue Bewegungsmöglichkeiten: ausprobieren, ausprobieren und mehr ausprobieren.
  • Neue Rituale schaffen, sich inspirieren lassen. Dinge ausprobieren hatte ich erwähnt, ne? 😉
  • Schlaf optimieren: Ausgeschlafen lässt sich das Leben leichter ändern.
  • Die Couch-Zeit einschränken und mehr machen ist sowieso viel besser.

Ich machte mir: Wenn ich strauchle, stolpere oder falle, dann wird sofort wieder aufgestanden und weitergemacht. In der Vergangenheit war mein Scheitern leider allzu oft der Startschuss oder die Entschuldigung für ein: „Tjoar, hat nicht geklappt.“. Eben das führte dazu, dass ich das Abnehmen Jahre lang aufgeschoben habe.

Meine 24-Stunden-Regel

Ausrutscher nicht zum Startschuss des finalen Scheiterns machen

Ausrutscher passieren, müssen aber nicht der Startschuss einer längeren Phase sein. Daher lautete meine Regel: Stetige Neustarts.

Wenn ich vom Weg abkam, durfte ich mich darüber ärgern (habe ich auch gemacht). Aber nicht tagelang. Spätestens bei der nächsten Mahlzeit, beim nächsten Einkauf oder am nächsten Morgen ging es normal weiter.

Kein „Montag fange ich neu an“. Kein „Die Woche ist jetzt eh gelaufen“. Kein künstlicher Neustart, bei dem man sich erst noch ein paar Tage lang gehen lässt, weil man ja angeblich sowieso schon gescheitert ist (das war so oft der Fall bei mir).

Einfach die nächste sinnvolle Entscheidung treffen.

Das klingt banal, war für mich aber ein massiver Unterschied. Denn genau diese scheinbar kleinen Entscheidungen entscheiden am Ende darüber, ob aus einem Abend mit zu viel Essen nur ein Abend wird oder ob daraus wieder drei Wochen Stillstand werden.

Woohoo: Es hat funktioniert

Alex mit 99+ kg und daneben mit fast 26 kg weniger

Alex mit 99+ kg und daneben mit fast 26 kg weniger

Ich bin gescheitert, nicht am Abnehmen, aber beim Verzicht, beim Tracking der Kalorien, beim Verzicht auf Alkohol, beim Nicht-mehr-zu-Mecces-Gehen und bei so vielem mehr. Doch im Gegensatz zu früher hat mich das nur umso mehr angespornt.

Denn das Motto lautete ja ganz klar: schneller scheitern. Also nicht schneller versagen, sondern das Scheitern schneller abhandeln. Nicht damit aufhalten und „Mimimi, alles ist dahin“ ausleben, sondern mehr so: Okay, das war nichts. So, weiter geht’s. Ziel ist definiert, der Weg ist soweit auch klar, und auf ein Neues.

Dazu habe ich mich täglich gewogen sowie wöchentlich die Umfänge gemessen und aufgeschrieben. Das hat innerhalb weniger Monate tatsächlich ziemlich krasse Ergebnisse gebracht. Lassen wir das Gewicht an dieser Stelle mal außen vor. Mein Trainingsprogramm war nämlich heftig und das Defizit ebenso.

Das ist aber keine Empfehlung, es mir genau gleichzutun. Für mich war entscheidend, überhaupt konsequent dranzubleiben, aus Fehlern zu lernen und nicht bei jedem Rückschlag alles abzubrechen.

Was ich hier sagen will: Neben der körperlichen Transformation hat bei mir auch eine mentale Wandlung stattgefunden. Ich habe gelernt, entspannt mit dem Scheitern umzugehen und es zu meinem Vorteil zu nutzen.

Wenn etwas nicht nach Plan funktionierte, dann habe ich geschaut: Was lief hier genau schief? Was hat mich dazu bewegt, XYZ zu tun?

Auf diese Weise lernte ich Stück für Stück, wie ich in Zukunft reagieren würde und wollte. Dieses tägliche erneute Probieren hat die Reise für mich sehr viel entspannter gemacht. So verflog die Zeit im Defizit. Ich war am Ende tatsächlich überrascht, wie leicht mir diese Zeit gefallen ist.

Schneller scheitern und abnehmen jetzt (nicht in ein paar Monaten)

Alex hat's geschafft ..

Insgesamt habe ich in rund 4 Monate gute 26 kg „abgeworfen“. Total verrückt was möglich ist.

Du fragst dich, was du jetzt mit diesem Artikel anfangen sollst? Ich möchte dir einfach sagen, dass Scheitern nichts Schlechtes sein muss, wenn man es nicht als etwas Finales betrachtet.

Scheitern wird oft als „Ende“ verkauft. Dreh den Spieß um und führe dir vor Augen, dass Scheitern auch in einem Moment verankert sein kann: Du bist halt in jenem Moment gescheitert.

Jetzt kommt das Wichtige: Du hast die Möglichkeit zu schauen: Was ist passiert, wieso, weshalb, warum? Und dann hast du ebenso die Möglichkeit, sofort wieder anzufangen und neu anzugreifen.

Denn das ist ja genau das, was geschieht, wenn wir etwas Neues lernen. Ob nun eine Fertigkeit oder eine Sportart: Es klappt nicht, wir probieren es erneut. Dann klappt es ein bisschen besser und wieder haut es nicht hin, woraufhin wir es erneut probieren, mit all den gesammelten Erkenntnissen von vorher. Wir passen unsere Handlungen an und zack: Wieder klappt es.

Kurzum: Wenn du bislang beim Abnehmen gescheitert bist, dann fühl dich bitte nicht schlecht und gib dich auf keinen Fall auf. Ich möchte dich ermutigen, künftig stolzer und schneller zu scheitern. Wichtig: danach direkt wieder durchziehen.

Du musst nicht alles auf einmal ändern. Du musst nur aufhören, einen schlechten Moment mit einem endgültigen Scheitern zu verwechseln.

Du musst das nicht alleine hinkriegen

Sweat Mate

Wenn du beim Abnehmen immer wieder neu anfangen musst, hast bisher einfach noch keinen Weg gefunden, der für dich funktioniert. Und das ist etwas, das du ändern kannst, z.B. in dem du am Ball bleibst und weiter probierst.

Bei SweatMate bekommst du kostenlose Unterstützung per E-Mail. Schreib uns, wenn du Fragen zu Routinen, Motivation, Ernährung im Alltag oder deinem nächsten sinnvollen Schritt hast.

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Schwice Boss

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