Schritte sammeln ist mal wieder in aller Munde. Ich selbst bin ein riesengroßer Fan davon. Ich war tatsächlich skeptisch. Mein Trainer legte es mir letztes Jahr nahe: Er empfahl mir, 10.000 Schritte pro Tag anzupeilen. Gemacht habe ich es, aber daran geglaubt habe ich ehrlich gesagt nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es hat unfassbar viel gebracht und mich super schnell ans Ziel gebracht. Heute laufe ich nicht mehr um abzunehmen, sondern aus einer Vielzahl anderer Gründe.

Die eigentliche Wunderwaffe

Rucking mit Gewichtsweste

Mein Joker während der Diät: 1 Stunde Rucking pro Tag – das mache ich immer noch. Außerdem freut sich unser Hund riesig über die viele Zeit im Wald – das hat super viel Nähe gebracht. 

Vergiss das Argument: „Ich habe keine Zeit.“ Nimm dir diese eine Stunde pro Tag oder teile sie in zweimal 30 Minuten auf. Oder fang halt mit 30 Minuten an – so habe ich es letztes Jahr gemacht und versuche dann, täglich eine Stunde zu gehen. Damit wirst du locker deine 10.000 Schritte pro Tag reinholen können.

Wie viele Schritte dabei genau zusammenkommen, hängt natürlich von deinem Tempo, deiner Schrittlänge und deiner sonstigen Bewegung im Alltag ab.

Mit einer täglichen Stunde Gehen kommst du deinem persönlichen Schrittziel aber auf jeden Fall deutlich näher. Mein eigentlicher Punkt ist aber ein ganz anderer: Du kannst diese eine Stunde, in der du dich bewegst, noch für so viel mehr nutzen.

Die eigentliche Wunderwaffe sind für mich nicht nur die Schritte selbst, sondern alles, was du aus dieser Zeit zusätzlich machen kannst. Wenn du dir täglich diese Stunde nimmst, dann kannst du während du deine Schritte sammelst auch andere Routinen etablieren oder Neues ausprobieren.

Genau hierzu möchte ich dir ein paar Anregungen mit auf den Weg geben.

Schritte sammeln und ..

  • Breathwork (Atemübungen) machen – genial für die Entspannung
    meditieren oder reflektieren und dich mit Themen befassen, die dir wichtig sind
  • Audiobücher hören
  • das Handy weglegen, Reize reduzieren und abschalten
  • dir handy- beziehungsweise nachrichtenfreie Zeit gönnen
  • Bewegung für den Hund schaffen
  • Plogging ausprobieren
  • eine Gewichtsweste tragen und Rucking ausprobieren
  • leichtes Training einbauen, zum Beispiel Kniebeugen oder Klimmzüge
  • Stille trainieren und nur auf die Atmung achten
  • Waldbaden ausprobieren
  • Freunde oder Familie animieren, gemeinsam zu gehen
  • einen Podcast hören, der dich interessiert oder weiterbringt
  • einen Anruf führen, für den im Alltag sonst nie die Zeit da ist
  • einen Walking-Call mit einem Kollegen machen
  • Gedanken, Ideen oder To-dos als Sprachnotiz festhalten
  • neue Wege, Parks oder Stadtteile entdecken
  • nach dem Essen eine feste Spazier-Routine etablieren
  • bewusst Zeit mit dem Partner, einem Freund oder Familienmitglied verbringen
  • Musik hören und einfach den Kopf frei bekommen
  • einen Spaziergang als Übergang zwischen Arbeit und Feierabend nutzen

Die Kombinationsmöglichkeiten sind super vielfältig. Ebenso könntest du beim Schrittesammeln lernen, zum Beispiel eine neue Sprache mit Duolingo oder einer ähnlichen App.

Manchmal ist „Nichtstun“ auch total gut, schließlich werden unsere Köpfe 24/7 mit Nachrichten, DMs und Schlagzeilen bombardiert. Der Kern, den ich dir vermitteln möchte, ist effektiv folgender: Schau dir nicht nur die Schritte an und die Stunde pro Tag, die es im Schnitt braucht, sondern führe dir vor Augen, was du alles in dieser Stunde machen kannst.

Eine Stunde pro Tag ist ein riesiges Potenzial

Schritte sammeln

Für mich bedeutet diese Stunde vor allem Abschalten, Ruhe und Entlastung.

Klar, nicht jeden Tag wird es dir gelingen, die Stunde Schritte zu machen. Manchmal ist es das Wetter, mal bist du krank, dann vielleicht im Urlaub und so weiter. Aus meiner Erfahrung wirst du an etwa 75 bis 80 Prozent der Tage die Möglichkeit haben, es durchzuziehen.

Das bringt nicht nur Bewegung und hält dich fit, sondern je nachdem, mit welcher Tätigkeit du deine Schritte kombinierst, kannst du hier auch in den unterschiedlichsten Bereichen total profitieren.

Mein persönlicher Favorit ist ja ehrlich gesagt Stille, Atemübungen oder halt auch mal reflektieren oder gar nicht denken.

Mach aus dem Schrittesammeln keine lästige Pflicht. Mach es zu deiner persönlichen Stunde für Bewegung, Kopf und Alltag.

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Schwice Boss

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