Schritte sammeln ist bei immer mehr Menschen ein wichtiges Thema. Nicht ohne Grund, schließlich ist Bewegung so etwas wie ein Cheat Code beim Abnehmen. Wer sich regelmäßig viel bewegt, bei dem tut sich auch auf der Waage schneller was.
Das Ziel von vielen während des Abnehmens lautet daher oft: 10.000 Schritte pro Tag schaffen. Das kann schnell für ordentlich Stress sorgen. Insbesondere wenn man einen Bürojob hat, mit dem Auto zur Arbeit fährt und nach dem täglichen Besuch im Gym einfach nur noch fertig ist.
Geocaching – wie du mit Spaß auf 10.000 Schritte kommst
Genau hier kommt Geocaching ins Spiel. Die Idee hinter Geocaching ist ganz simpel. Jemand versteckt einen kleinen Behälter („Cache“) draußen in der realen Welt. Das kann im Wald, im Park, an einer Brücke oder irgendwo in der Stadt sein. Die Koordinaten werden online veröffentlicht. Du nimmst dein Smartphone, eine Geocaching-App, lässt dich per GPS führen und machst dich auf die Suche.
Findest du den Cache, trägst du dich ins Logbuch ein, legst ihn wieder zurück – und ziehst weiter zum nächsten „Schatz“.
Klingt erstmal wie ein Spiel für Kinder, ist es aber tatsächlich nicht.
Geocaching ist für viele Erwachsene eine Mischung aus:
- raus in die Natur
- Neugierde ausleben
- und in Bewegung bleiben
Und genau das macht es so spannend. Für alle, die mehr Schritte pro Woche machen wollen, ist Geocaching eine coole Möglichkeit, die mit Spaß zu verbinden.
Praktisch dabei ist auch, dass du eben nicht zwangsläufig in einem Ballungsgebiet wohnen musst. Geocaching ist inzwischen ziemlich weit verbreitet und daher stehen die Chancen auch nicht schlecht, dass es auch in deinem direkten Umfeld möglicherweise bereits Caches gibt.
Wenn du also unter der Woche nicht auf deine 10.000 Schritte pro Tag gekommen bist, kannst du dies am Wochenende mit einer Geocaching-Runde vielleicht noch ein bisschen ausgleichen. Klar, wer pro Tag nur 3.000–5.000 Schritte macht, kann es nicht mal eben so ausgleichen.
Am Ende des Tages sind es aber zusätzliche Schritte, die du sonst vielleicht gar nicht gemacht hättest.
Schritte sammeln beim Geocaching

Beim Geocaching steht nicht „Sport“ im Vordergrund, sondern das Spiel. Du willst den Cache finden und musst dich dabei zwangsläufig bewegen. Du hast also ein Ziel, und damit ist Geocaching auch nicht einfach nur spazieren gehen oder ein zwanghafter Versuch, zusätzliche Schritte zu sammeln.
Während du also beim Geocaching unterwegs bist, sammelst du nebenher quasi automatisch Schritte und sorgst dafür, dass sich dein N.E.A.T. erhöht.
Diese Abkürzung steht für: Non-Exercise Activity Thermogenesis – kurz N.E.A.T.
Das wiederum bedeutet: Thermogenese durch Alltagsbewegung, also der Kalorienverbrauch durch alle Bewegungen, die kein gezieltes Training sind.
Dazu zählen z. B. Gehen, Stehen oder auch Haushaltsarbeiten. Die Sache mit N.E.A.T. ist wichtig, weil er einen großen Anteil deines täglichen Kalorienverbrauchs ausmachen kann. Auch kleine Alltagsänderungen (mehr Schritte, öfter stehen, mehr Wege zu Fuß) können langfristig stark beim Abnehmen helfen.
Geocaching, wie starte ich damit?

So oder so ähnlich könnte ein Cache aussehen
Das ist super einfach. Du installierst dir eine Geocaching-App, anschließend erstellst du dir ein kostenloses Konto und gibst deinen Standort frei. In den meisten Fällen zeigen dir die Apps daraufhin Caches in deiner Umgebung an. Du suchst dir einen aus und startest deine Session. Kaufen musst du in der Regel nichts. Eine besondere Ausrüstung benötigst du ebenso wenig.
Geocaching-Apps zum Sofortstarten
- Mit der offiziellen Geocaching‑App von Geocaching.com kannst du dir ein kostenloses Konto anlegen und dir Caches in deiner Umgebung anzeigen lassen.
- Android‑Nutzer können zusätzlich c:geo ausprobieren – eine kostenlose App mit vielen Extra-Funktionen.
- Für iPhone‑Nutzer, die mehr Komfort wollen, ist Cachly spannend.
Alternativ zu Geocaching.com gibt es mit Opencaching.de eine deutschsprachige Plattform mit eigenen Caches.
Geocaching-Alternativen
Wem Geocaching zu langweilig ist, der könnte Pokémon Go aus der Versenkung holen. Darüber hinaus gibt es noch andere AR-Spiele für Smartphones, zum Beispiel Mystery-Hike-Apps. Dabei musst du die Regionen einer Karte durch eigenes Wandern und Erkunden freilaufen.
Außerdem gibt es noch virtuelle Schnitzeljagden, die nennen sich „ActionBounds“. Für Bücherfreunde gibt es mit Krimi-Audiowalks die Möglichkeit, beim Spazierengehen Kriminalfälle zu lösen.
Für all diejenigen, die gerne durch die Städte schlendern, sind interaktive Stadtführungen möglicherweise genau das Richtige.
Schritte sammeln, aber mit Spaß dabei
Abnehmen muss nicht ätzend sein, und Schritte sammeln oder die tägliche Bewegung erhöhen muss nicht zum Krampf werden. Es ist alles eine Frage der Herangehensweise. Ob du nun einfach spazieren gehst, Geocaching ausprobierst oder dir die verschiedenen Alternativen mal näher ansiehst – Hauptsache ist am Ende nur, dass du das Schritte sammeln nicht zur stressigen Routine machst, die dir deine Freizeit vermiest.
Ja, das sind damit meine Tipps für mehr Schritte – mir haben Schritte im Übrigen extrem beim Abnehmen geholfen. Erst als ich mir die Zeit für 10.000 Schritte pro Tag aktiv genommen habe, hat sich auch auf der Waage dann ein ordentlicher Abwärtstrend entwickelt.
Ohne ein entsprechendes Kaloriendefizit helfen am Ende des Tages die Schritte aber auch nicht. Es braucht natürlich einen stimmigen Mix.



