Wer im Kaloriendefizit unterwegs ist, der kennt das Problem mit Appetit. Achtet man nicht auf die Kalorien, dann ist immer schnell ein Snack zur Hand. In dem Moment wo man sich im Kaloriendefizit bewegen will, wird die Sache mit den Snacks komplizierter. Ich für meinen Teil habe da in den letzten Monaten zunächst so meine Probleme gehabt. Egal was ich mir angesehen habe, alles hatte für meinen Geschmack einfach viel zu viele Kalorien. Proteinriegel mit 250-300+ Kalorien waren für mich auch keine Option. Das hat mich ziemlich gefrustet, aber gleichzeitig auch sehr beschäftigt.
Es heißt ja immer Obst und Gemüse kannste in Mengen zu Dir nehmen. Klar, nur fühlte sich Gemüse nicht wie ein “Snack” an und Wassermelone gibt es im Winter halt nicht an jeder Ecke. So suchte ich weiter und weiter. Bis ich schließlich auf Gewürzgurken (Essiggurken) stieß. Die Teile sind ein ziemlich cleverer Snack, wenn man den Geschmack mag.
Essiggurken und Kohlenhydrate – praktischer Snack
Sie liefern nahezu keine Kalorien, selbst die normalen Gewürzgurken bewegen sich bei 25-35 Kalorien pro 100 Gramm. Setzt man allerdings auf Gewürzgurken ohne Zucker, dann kommt man gerade mal auf 11 Kalorien pro 100 Gramm. Genau was ich im Sinn hatte. Doch das ist längst noch nicht alles, denn es gibt tatsächlich noch den ein oder anderen, weiteren Vorteil.
Gewürzgurken wirken wie ein Snack
Jap, richtig gelesen. Sie haben einen starken Geschmack, Säure und einen ordentlichen “Crunch”. Du hast beim Essen von Gewürzgurken tatsächlich das Gefühl einen “Snack” zu Dir zu nehmen. Dazu kommt noch, dass die Essigsäure die Magenentleerung ein wenig verlangsamt. Dadurch fühlst Du Dich etwas länger satt, auch wenn die Kalorienmenge verschwindend gering bleibt.
Außerdem soll Essig tatsächlich die Höhe von Blutzuckerspitzen dämpfen. In wie weit das tatsächlich stimmt, kann ich nicht beurteilen. Aber das wäre ja kein Nachteil. Weiterhin hast Du dann noch den Salzanteil und den hohen Flüssigkeitsgehalt. Klar, beides kein riesiger Beitrag, allerdings hilft es sicherlich ein bisschen.
Meine neue Routine: Gewürzgurken
Bekomme ich Appetit, dann greife ich seit einigen Wochen zur Gewürzgurke. Bei im Schnitt 11 Kalorien pro 100 Gramm habe ich dabei weder ein schlechtes Gewissen, noch muss ich mich später darüber ärgern, wenn ich mich habe zum snacken hinreissen lassen. Den Geschmack finde ich persönlich ganz okay. Ich habe auch “Saure Gurken” ausprobiert, aber da war ich nach dem ersten Bissen raus.
Gewürzgurken Vorteile
Neben den hier schon genannten Merkmalen, bieten Gewürzgurken weitere Vorteile. Hätte ich nie gedacht, dann wiederum habe ich mich bislang auch noch nie so richtig mit Essiggurken und co. beschäftigt.
- Gurken enthalten Kalium – nicht viel, aber zusammen mit dem Salz ergibt das ein kleines Elektrolyt-Duo.
- Der saure Geschmack kann neuromuskuläre Reflexe auslösen, die bei Muskelkrämpfen entlastend wirken.
- Der knackige Biss aktiviert Belohnungszentren im Gehirn – Essen ist auch Sensorik.
Abnehmen ohne ungesund zu snacken?
Klingt doch genial! Mein Kaloriendefizit hat sich schon längst ausgezahlt. Ich habe in den letzten Wochen über 10 kg Körpergewicht verloren und das ohne Stress und Quälerei. Den gefühlt größten Effekt hatte dabei die Bewegung außerhalb des Trainings. Doch dazu kommen wir später in einem separaten Artikel. Auf Essiggurken werde ich erstmal nicht mehr verzichten. Sie sind günstig, sie schmecken ganz okay und haben sich für mich als Alibi Snack voll bewährt.



