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ich laufe jeden morgen 6 km durch den Wald, mit Hund, auf und ab, bei jedem Wetter. Dazu eine Sporteinheit Vormittags, eine am späten Nachmittag und Abends noch mal eine Stunde laufen. Trotz des herum probierens mit meinen Schuhen litten meine Füße und die Fußgelenke nach einigen Wochen doch ziemlich.
Auch Pliability (ehemals Romwod) und anderen Recovery Maßnahmen halfen mir nicht. Dann stieß ich mal wieder auf den neuen Kompressions-Schuh von Hyperice und Nike. Vom Hyperboot hatte ich schon ein paar mal gehört und mein Neugierde war trotz der Skepsis riesig.
Anfänglich zog ich noch stationäre Lösungen wie Fußmassage Geräte oder Vibrationsplatten in Erwägung. Denn den Preis fand ich einfach unfassbar hoch. Andererseits habe ich schon seit über 10 Jahren Produkte von Hyperice in Benutzung und das sehr häufig (Normatec Boots, Hypersphere, Venom Geräte).
Bislang ohne jegliche Probleme. Letzten Endes entschloss ich mich die Hyperboots auszuprobieren, hauptsächlich aus Neugierde und Faszination. Außerdem war ich gespannt, ob ich meine Fußgelenke damit wirklich entlasten kann.
HyperBoot von Hyperice und Nike

Hinter dem Schuh steckt nicht Hyperice alleine. Für dieses Produkt hat sich die Firma Verstärkung von Nike geholt. Über das Aussehen des Schuhs kann man definitiv streiten. Die meisten denen ich Bilder zeigte waren sofort entsetzt. Spätestens als Sie den Preis erfuhren. Denn diese Hightech Schuhe kosten eine Stange Geld.
Wer sich den HyperBoot zulegen will muss mit 749 Euro tief in die Tasche greifen. Am Ende ist es aber auch nicht bloß ein Schuh oder ein Design Produkt. Der HyperBoot kombiniert Kompressions-Know-How mit der Schuh-Erfahrung von Nike. Das alleine fand ich schon sehr interessant.
Aber selbst wenn wir Nike aussen vor lassen, dann bleibt ein Schuh der den Fuss bzw. die Fussgelenke mit Wärme und Kompression versorgt. Laut Hyperice kann der HyperBoot vor dem Training zum Aufwärmen oder nach dem Training zur Recovery genutzt werden. Ich habe diesen sehr speziellen Schuh vor einigen Tagen erhalten und teste seither.
Was macht der HyperBoot?
Der Schuh verfügt über ein System aus doppellagigen Luftkammern in Verbindung mit Heizelementen. Dies verteilt die Wärme gleichmäßig im oberen Bereich und leitet sie tief in die Muskulatur und das Gewebe von Füßen und Knöcheln.
Laut der Hersteller Beschreibung hilft der HyperBoot zum Beispiel beim aufwärmen vor dem Training, bei der Regeneration nach dem Training oder auch der Erholung an Ruhetagen.
Hyperice HyperBoot im Test

Wie ich eingangs schon erwähnte leiden meine Fußgelenke aktuell ziemlich. Ich bin von rund 3-5 k Schritten auf 16-22 k pro Tag gekommen. Das mache ich gerne und es fällt mir auch überhaupt nicht schwer. Allerdings habe ich schon reihenweise Schuhe vernichtet. Alles was hier so vorhanden war habe ich in den letzten Wochen getragen und viele (ältere) Schuhe sind dabei entweder kaputt gegangen oder haben sich als ziemlich ungemütlich erwiesen.
Das Ende vom Lied war, dass mein linker Knöchel plötzlich immer mehr weh tat. Das Ganze endete Samstag darin, dass ich plötzlich kaum noch laufen konnte. Anstelle mich zu ärgern habe ich damit begonnen die HyperBoots zu testen. Eigentlich perfekt, wenn einem die Gelenke eh schon weh tun.
Intuitive Benutzung
Das Produkt erklärt sich dabei von selbst. Auspacken, aufladen, anziehen und ein Programm wählen. Zur Verfügung stehen 3 Wärmestufen und 3 Kompressionsstufen. Man kann außerdem wählen, ob man nur Wärme oder nur Kompression oder auch beides kombiniert nutzen will. An jedem Schuh befindet sich eine Steuerung, über diese kann pro Schuh eingestellt werden was man möchte.

Wer keine Lust auf Verrenkungen hat, der kann die HyperBoots auch einfach ganz komfortabel über die Hyperice App steuern. Genau das mache ich. In der App kann ich sämtliche Einstellungen vornehmen und die Dauer der Session festlegen. Wenn wir den Preis als Kritikpunkt mal außen vor lassen, dann ist mir bislang lediglich ein Kritikpunkt in den Sinn gekommen.
Bei dem heftigen Preis, hätte ich es gut gefunden, wenn man zumindest einen Transport- oder Aufbewahrungsbeutel mit geliefert hätte. Die Teile kosten nicht die Welt und wären praktisch gewesen um die guten Stücke zu transportieren bzw. aufzubewahren. Es gibt ja schließlich neben den Schuhen auch noch die Kabel zum aufladen. Wäre ja praktisch gewesen, wenn man diese zusammen mit den Schuhen aufbewahren könnte.
Wie fühlt sich die Benutzung an?
Gut. Jeder der schon mal die Compression Boots von Normatec und co. an den Beinen hatte kennt das Gefühl. So funktionieren nämlich auch die Schuhe, der Fuß wird mittels Kompression massiert. Im Gegensatz zu traditionellen Compression Boots (diese übergroßen Socken die mit Luftgefüllt werden), liefert der Schuh aber auf Wunsch auch Wärme. Hier wurde es grenzwertig wie ich finde.
Klar, der Hersteller weist darauf hin, dass man die Schuhe am besten mit Sportsocken nutzen soll, aber das die Wärme so extrem werden würde hätte ich nicht für möglich gehalten. Glücklicherweise gibt es 3 Stufen, sowie über die App die Möglichkeit über einen Schieberegler Anpassungen vorzunehmen (nur für Wärme). Stufe 3 war mir persönlich fast schon zu heiß. Inzwischen habe ich eine für mich angenehme Temperatur gefunden.
Bereits nach der zweiten Session spürte ich eine Besserung. Außerdem war die Kombination aus Kompression und Wärme darüber hinaus auch einfach angenehm. Inzwischen nutze ich die HyperBoots bereits am 3. Tag. Wichtig zu erwähnen ist auf jeden Fall noch, dass die Kompression und Wärme nicht den ganzen Fuß trifft. Es sind nur Knöchel und Ferse, mit einer Fußmassage ist es daher absolut nicht vergleichbar.
Was mir sonst noch aufgefallen ist

Die maximale Dauer einer Session ist auf 15 Minuten beschränkt. Im Betrieb sind die Schuhe gut hörbar. Ein recht lautes Surren und ein leises Zischen, wenn die Luft abgelassen wird. Mich stört es nicht, wer aber sehr Geräuschempfindlich ist, den könnte es eventuell stören. Die Qualität vom HyperBoot ist hervorragend, keine Kritik an dieser Stelle.
Obwohl es nur 5 Größen gibt, habe ich Glück gehabt. Üblicherweise trage ich 46/47 je nach Marke. Hyperice bietet den Schuh aber nur in 5 Größen an, die jeweils mehrere Schuhgrößen abdecken sollen. Ich habe mich für XL entschieden (EU 47-48.5) und was soll ich sagen, es passt beinahe perfekt.
Klar, am Ende bleibt es ein absoluter Luxus. Bislang muss ich sagen, sehe ich jedoch durchaus auch einen effektiven Mehrwert für mich. Denn um meine Fußgelenke/Knöchel habe ich mich nie so richtig viel gekümmert. Mit all dem Training aktuell ist es daher umso angenehmer.
Wie geht es weiter?
Aktuell nutze ich die HyperBoots ja nun gerade erst 4 Tage. Ähnlich wie schon mit dem Artikel zum Whoop Band und dem VAHA Spiegel oder auch RomWod, werde ich diesen Artikel immer mal wieder aktualisieren. Wirklich interessant wird es ja erst, wenn ich nach einigen Monaten der Benutzung ein Resume abgeben kann.
Ein wenig habe ich mich gerade allerdings doch noch geärgert. Hyperice bietet den HyperBoot aktuell mit Rabatt an (75 Euro). Hätte ich DAS gewusst, hätte ich mit der Bestellung noch ein paar Tage gewartet. Na gut, kann man nicht mehr ändern.
Update nach 5 Tagen
Ich nutze die HyperBoots jetzt bereits die ganze Woche. Die Schmerzen im Fuß und Unterschenkel haben deutlich abgenommen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das betroffene Bein auch ruhig gestellt und mit dem Training ausgesetzt habe. Hier kommen vermutlich mehrere Faktoren zusammen. Was mir aber auch aufgefallen ist, die Akkus halten recht lange. Bislang habe ich im Schnitt 5x 15 Minuten bis zum laden nutzen können.
Die Schuhe sitzen sehr gut und somit angenehm. Die Verbindung mit der App klappt problemlos. Vergleicht man die HyperBoots mit den Normatec Compression Boots, so bekommt der Fuß mit Normatec erheblich mehr ab. Die Schuhe erreichen tatsächlich nur die Knöchel/Ferse.
Update nach 2 Monaten
Inzwischen sind über 2 Monate vergangen, die HyperBoots überzeugen nach wie vor. Die Schuhe haben noch nicht ein Problem gemacht, ebenso wenig die App. Die Schmerzen im Fuß und Unterschenkel sind kein Problem mehr. Ab und an ist zwar noch was zu spüren, aber bei weitem nicht mehr in dem Ausmaß wie zuvor. Die Akku’s halten auch solide.
Es bleibt natürlich ein Stück weit Luxus oder eine teure Spielerei, allerdings möchte ich nicht mehr darauf verzichten, da ich für mich tatsächlich Mehrwerte sehe. Das Training habe ich vor Wochen schon wieder aufgenommen und (2 Einheiten/Tag), die tägliche Runde Rucking mit 10 Kg Gewichtsweste und 6-7 Km Strecke ebenso.



